Inklusives Café

Auf dem Evangelischen Zentralfriedhof südlich des Bahnhofs entsteht derzeit das erste Friedhofscafé Regensburgs und der gesamten Oberpfalz. Es wird nicht aufgrund von Lage und Angebot ein besondere Café werden. Die Lebenshilfe Regensburg wird dieses Café betreiben und hier Menschen mit und ohne Behinderung beschäftigen. Unser Arbeitstitel lautet daher "Inklusives Begegnungscafé". Aber auch einen richtigen Namen wird unser Café natürlich bekommen.

Wir freuen uns sehr über das gemeinsame Café-Projekt von den evang.-luth. Kirchengemeinden Regensburgs und der Lebenshilfe Regensburg. Zum Wohl aller Besucher/innen, zum Wohl aller Mitarbeiter/innen! Die Eröffnung ist für den Frühsommer 2021 geplant.

Die einstige Bethalle - perfekter Ort für ein besonderes Café. Foto: Ingenthron/ Sonntagsblatt


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Unsere Anliegen

  • Ort der Begegnung, des Trosts, der Hoffnung und Zuversicht

    Auf dem Friedhof treffen viele Menschen aufeinander. Menschen in Trauer, Menschen bei der Grabpflege, Ruhesuchende, Studierende auf dem Weg in die Uni, Weggezogene auf Heimatbesuch, Kinder mit ihren Eltern, Menschen auf dem Weg in die Stadt oder zum Bahnhof, Geistliche, Friedhofsmitarbeiter, Geschichtsinteressierte, Einsame, Hoffnungsfrohe u.v.m.

    Diesen Menschen wollen wir künftig nicht nur einen Platz auf einer Parkbank anbieten, sondern einen Austausch ermöglichen. Eine Stunde der Ruhe, zum Verschnaufen, zum Ins-Gespräch-Kommen. Und wo ginge das besser als bei einer Tasse Kaffee oder einem Glas Tee? Nach einem netten Gespräch schöpft mancher Trauernde neue Hoffnung, mancher fühlt sich nicht mehr so einsam, ein anderer genießt einfach diese grüne Parkanlage zu einem Stück Kuchen. Angebote rund um das Thema Seelsorge und Trauerbewältigung sind im Café ebenfalls geplant.

  • Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung

    Inklusion, die gleichberechtige Teilnahme von Menschen mit Behinderung am "ganz normalen" Leben, ist mehr als ein lieber Wunsch, es ist ein Grundrecht. Leider ist dieses Grundrecht vielerorts noch nicht verwirklicht. Hier, wo wir es können, wollen wir an der Inklusion mitarbeiten - und ein dem Talent und Interessen passender Arbeitsplatz gehört unbedingt dazu. 

  • Dauerhafter Erhalt der parkähnlichen Friedhofsanlage

    Eine Friedhofsanlage wie diese sucht ihresgleichen. Das terrassierte Gelände mit einem großen alten Baumbestand und den sanft geschwungenen Wegen bietet ein Stück Natur inmitten des meist turbulenten Stadtlebens. Hier begegnen sich Gegenwart und Ewigkeit. Hier ist Platz für Erinnerung, Gedanken, Gefühle. Der Evang. Zentralfriedhof ist ein spiritueller Natur-Raum.

  • Bestattungskultur aufrecht erhalten

    So lange sich der Name eines verstorbenen auf einem Grabstein befindet, so lange ist er bei den Menschen nicht vergessen. Bei Gott ist der Mensch nie vergessen. Nach christlicher Tradition ist ein Friedhof ein "Gottesacker", in dem die Saat gelegt wird, die am Jüngsten Tag aufgeht. Die Menschen erstehen auf von den Toten; das ewige Leben wird ihnen geschenkt.

    Diese Bestattungskultur aufrecht zu erhalten ist in postmodernen Zeiten eine große Aufgabe. Wir wollen Verstorbenen und Hinterbliebenen einen würdigen Ort des ewigen Friedens und der Erinnerung bieten. Einen Ort, wo die Frauen und Männer, die vor uns waren, ihren Namen bewahren - auch über den Tod hinaus. Selbstverständlich kann man sich bereits zu Lebzeiten seinen persönlichen Ort der letzten Ruhe selbst aussuchen und reservieren.   

  • Geschichtsbewusstsein fördern

    Der Evang. Zentralfriedhof wurde ab 1896/97 angelegt, die Grundsteine für die frühere, im Zweiten Weltkrieg zerstörte Leichenhalle und das Bethaus im Stil der Neorenaissance (das künftige Inklusive Café) wurden 1898 gelegt. Besonders zu erwähnen sind:
       - das repräsentative Eingangsportal an der Friedenstraße
       - die Gartenkunst im englischen Stil
       - mit sieben Terrassen mit einem Rondell im Norden und zwei im Süden der Anlage
       - der südliche Friedhofs-Abschluss mit dem Dörnberg-Mausoleum (1911-1914) und
       - seinen flankierenden Arkaden sowie Freitreppen und einem vorgelagerten Brunnen
       - das überdimensionale Kruzifix von Anton Heß (1899)
       - zahlreiche kunst- und kulturhistorische Grabmäler. 

    Die Schönheit und Besonderheit in der Gestaltung der gesamten parkähnlichen Anlage wollen wir ins Bewusstsein rücken. Das denkmalgeschützte Gebäude wie die ehemalige Bethalle kann in Form des Cafés öffentlich zugänglich und erlebt werden. 


Wir brauchen Ihre Unterstützung

Die umfassende Renvierung, der barrierefreie Umbau und die Investitionen zur Nutzung als Café erfordern Investitionen in Höhe von 725.000 €. Eine Summe, die die Evangelischen Kirchengemeinden in Regensburg allein nicht stemmen können. Bitte helfen Sie uns, dieses Projekt wahr werden zu lassen.

Wir brauchen die Unterstützung von Menschen, die sich auf dieses Café freuen, die einen Beitrag zur Inklusion leisten oder einfach Gutes tun möchten. Eine Spendenquittung senden wir Ihnen unaufgefordert zu. Vielen Dank!

IBAN-Spendenkonto:
DE98 5206 0410 0101 6068 08
Verwendungszweck: Inklusives Begegnungscafé

 


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Siehe auch: 

- Bildergalerie (interner Link)
- Artikel im Sonntagsblatt: "Begegnungscafé für Regensburger Zentralfriedhof"
- Projektvorstellung im Regensburger Kirchgeldbrief 2019