Fastenzeit mit Mut zur Wahrheit

Am Aschermittwoch, 6. März, beginnt die neue Fastenaktion der evangelischen Kirche „7 Wochen Ohne“. Sie steht heuer unter dem Motto „Mal ehrlich! Sieben Wochen ohne Lügen“.

Laut einer Umfrage glauben fast zwei Drittel der Deutschen, auf Fragen wie „Hat es geschmeckt?“ oder „Wie sehe ich aus?“ dürfe man mit einer Lüge antworten. Die Fastenaktion widmet sich mit ihrem Motto 2019 dem alltäglichen Umgang mit der Wahrheit. Die Initiatoren wollen zum Nachdenken darüber anregen, wie oft wir in der alltäglichen Kommunikation kleine und große Notlügen nutzen oder sogar bewusst falsche Aussagen machen. Die Aktion will zur Wahrheit ermutigen – in der Fastenzeit 2019 und darüber hinaus.

Mut zur Wahrheit! Mit der Fastenaktion 2019. Foto: GB/Bruening

Seit mehr als 30 Jahren lädt 7 Wochen Ohne als Fastenaktion der evangelischen Kirche dazu ein, die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern bewusst zu erleben, spirituell aufzutanken und neue Lebensorientierung zu finden. Millionen Menschen in ganz Deutschland lassen sich darauf ein, den Blick auf den Alltag zu verändern: für sich allein, in Familien oder als Fastengruppe in Gemeinden.

Die Wochenthemen für die Aktion 2019 lauten:

  • „Die Wahrheit suchen“ (Psalm 25, 4–7)  
    Im Alltag umgeben wir uns mit vielen kleinen Lügen und Schummeleien, Wahres und Unwahres ist kaum zu trennen. „Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich!“, so bitten wir Gott, wenn wir uns auf den steinigen Weg machen, die Wahrheit zu suchen.

  • „Die Wahrheit erkennen“ (Genesis 3, 1–7)
    Die Suche nach der Wahrheit führt auch zu ernüchternden Erkenntnissen. Wie Adam und Eva werden uns die Augen aufgetan! Der Wahrheit ins Gesicht zu sehen braucht Mut. Danach sieht alles anders aus und wir müssen uns neu orientieren.

  • „Ehrlich zueinander sein“ (Kolosser 3, 8–11)
    Einander nicht zu belügen ist ein klares Ziel. Im alltäglichen Miteinander steht dem manches im Weg. Mal wollen wir den anderen schonen, mal gefallen. Wer bei der Wahrheit bleibt, zeigt Respekt vor seinem Gegenüber und ermöglicht wirkliche Begegnung.

  • „Sich selbst nicht belügen“ (2. Samuel 12, 1–7)
    Mitunter ist es schwierig, beim Blick in den Spiegel das eigene Gesicht zu ertragen. Sich selbst was vorzumachen – auch das ist eine Lüge! Die ungeschminkte Wahrheit über mich selbst kann wehtun, aber sie bringt mich zurück zu mir.
     
  • „Wahrhaftig leben“ (1. Johannes 3, 16–18)
    Sagen und Tun müssen zusammenpassen, damit wir glaubwürdig sind. Wenn es bei Lippenbekenntnissen bleibt, strafen diese unsere Reden Lügen. Wahrhaftig leben, das heißt lieben, nicht nur „mit Worten, mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit“.

  • „Für die Wahrheit streiten“ (Apostelgeschichte 17, 16-24)
    Die Wahrheit braucht Zeugen und Fürsprecher: Manchmal muss man aufstehen und sie starkmachen, wenn die Lüge sie zu verdecken droht. Das kann mit Konflikten einhergehen, aber das Ringen darum ist ein Wert an sich.

  • „Die Wahrheit erwarten“ (Johannes 14,1–7).
    Wie sehr wir uns auch um die Wahrheit bemühen, manchmal bleibt der Blick verstellt. Gottes Wahrheit übersteigt unser Suchen und Ringen – sie findet uns, auch wenn wir den Weg aus den Augen verlieren.


Immer auf dem Laufenden

Weitere Info, z.B. warum in der Zeit vor Ostern eigentlich gefastet wird, finden Sie unter www.7-wochen-ohne.de. Melden Sie sich dort auch gerne zum Fasten-Newsletter an.

Die Aktion wird auch auf facebook begleitet unter: www.facebook.com/7wochenohne

Weitere Infos zu den Abschnitten des Kirchenjahres finden Sie unter www.kirchenjahr-evangelisch.de